3D Druck

Was ist 3D Druck?

3D Druck ist ein additives Fertigungsverfahren, heisst es wird Material hinzugefügt (addiert).

Im Gegensatz zu den klassischen Verfahren wie Drehen, Fräsen und Bohren welches substraktive, also abtragende Verfahren sind. Im 3D Druck gibt es jedoch verschiedene Verfahren welche alle Ihre Vor- und Nachteile haben. Wir gehen hier auf Kunststoff und kunststoffähnliche Verfahren ein.

Fused Deposition Modeling

Oder kurz FDM. Beim FDM Druck wird strangförmiger Kunststoff, sogenanntes „Filament“, durch einen Heizblock mit einer Düse geführt welcher dieses aufschmilzt und danach Schicht für Schicht von unten aufbaut.

Vorteile
– Es können klassische Kunststoffe verwendet werden.
– Druckgeschwindigkeiten über 100m/min möglich.
– Kostengünstig

Nachteile
– Überhänge und frei schwebende Teile nur mit Stützstruktur welche nachträglich entfernt werden muss, möglich.
– Sehr kleine Strukturen nur schwer realisierbar.

Toleranzen und Dimensionen
Toleranzen liegen beim FDM Druck bei ca 0.5%.
Die kleinstmögliche Wandstärke hängt vom verwendeten Düsendurchmesser ab.

FDM Druck bei 123D
Düsen von 0.1 bis 1mm verfügbar, 0.4mm ist Standard und reicht für die meisten Anwendungen. Bei einer Düse mit 0.4mm ist eine minimale Schichthöhe von 0.05mm möglich = sehr feine Oberfläche. Für detailiertere Angaben klicken Sie auf „Mehr erfahren“

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Digital Light Processing

Oder kurz DLP. Beim DLP Druck wird flüssiges Harz mit einem Projektor, Schicht für Schicht ausgehärtet. DLP ähnelt sehr der Stereolithographie (SLA).

Vorteile

– Es können sehr kleine Strukturen massgenau hergestellt werden.
– Sehr glatte und saubere Oberflächen
– Höhere Geschwindigkeit als bei SLA da Schicht für Schicht ausgehärtet wird
– Bessere Auflösung als FDM

Nachteile
– Überhänge und frei schwebende Teile nur mit Stützstruktur welche nachträglich entfernt werden muss, möglich.
– Geringere Druckgeschwindigkeiten als beim FDM Druck
– Hohe kosten für die verwendeten UV Harze

Toleranzen und Dimensionen
Toleranzen liegen beim DLP Druck bei ± 0,1 – 0,2 % (mit einer unteren Grenze von ± 0,1 – 0,2 mm). Die Toleranz hängt grundsätzlich von der Auflösung des Projektors ab.

DLP Druck bei 123D
Wir bieten aktuell noch keinen DLP Druck an.

Stereolithografie

Oder kurz SLA. Beim SLA Druck wird flüssiges Harz mit einem Laser, Punkt für Punkt ausgehärtet. SLA ähnelt sehr dem Digital Light Processing (DLP).

Vorteile

– Es können sehr kleine Strukturen massgenau hergestellt werden.
– Sehr glatte und saubere Oberflächen
– Bessere Auflösung als FDM oder DLP

Nachteile
– Überhänge und frei schwebende Teile nur mit Stützstruktur welche nachträglich entfernt werden muss, möglich.
– Geringere Druckgeschwindigkeiten als beim FDM Druck
– Hohe kosten für die verwendeten UV Harze
– Geringere Geschwindigkeiten als bei DLP da Punkt für Punkt ausgehärtet wird.

Toleranzen und Dimensionen
Toleranzen liegen beim SLA Druck bei ± 0,2 % (mit einer unteren Grenze von ± 0,2 mm). Die Toleranz hängt grundsätzlich vom Durchmesser des Lasers ab, bei kleineren Durchmessern steigt aber auch die Druckzeit signifikant.

SLA Druck bei 123D
Wir bieten aktuell noch keinen SLA Druck an.

Selective Laser Sintering

Oder kurz SLS. Beim SLS Druck wird Pulver/Puder mithilfe eines Lasers, Punkt für Punkt ausgehärtet.

Vorteile

– Es können sehr kleine Strukturen massgenau hergestellt werden.
– Komplette Designfreiheit, es werden keine Stützstrukturen benötigt.
– Schöne Oberflächen
– Hohe Festigkeit 
– Es können klassische Kunststoffe in Pulverform verwendet werden.

Nachteile
– Maschinen und Verfahren sind sehr teuer
– Langsamer Druckprozess

Toleranzen und Dimensionen
Toleranzen liegen beim SLS Druck bei ± 0,3 % (mit einer unteren Grenze von ± 0,3 mm) . Die Toleranz hängt vom Durchmesser des Lasers und der Korngrösse des Pulvers ab.

SLS Druck bei 123D
Wir bieten aktuell noch keinen SLS Druck an.